Herren 55 Nordliga die 3. „Aufstieg!“

Aufstieg nach Auswärtsspiel in Hildesheim Die Herren 55 mußten ihre beiden letzten Spiele einmal auswärts in Hildesheim und zu Hause ( Moisburg ) gegen Vechta bestreiten. 012 Nach zuvor 8:0 Punkten ging es zunächst zum vermeintlichen Staffelfavoriten nach Hildesheim. Die Hildesheimer, bis zu diesem Zeitpunkt ebenfalls noch ohne jeden Punktverlust, wurden als stärkster Gegner in dieser Liga eingeschätzt. Andy hatte bereits vorher ausgerechnet, dass ein Punktgewinn sicher zum Aufstieg reichen würde und selbst eine knappe Niederlage wohl ebenfalls noch ausreichen könnte um die höchste deutsche Spielklasse, die Regionalliga erneut zu erreichen. Achim Wiechern, Lutz Merkel und Andy Rautenberg machten sich auf die Reise, nahmen an der Raststätte Allertal noch Ulli Worms mit auf und fuhren unter der sorgsamen und behutsamen Reisegeschwindigkeit ( Treibstoff-sparend, so manchem LKW-Windschatten ausnutzend ) von Chauffeur Achim „gemütlich“ nach Hildesheim, wo man aber rechtzeitig ankam und sich zunächst bei Kaffee und Kuchen im schönen Ambiente des Hildesheimer Clubhauses etwas von der Fahrt erholen konnte. Leider hat Lutzi im Vorwege bereits angekündigt, dass er wegen seiner Wadenverletzung wohl nur das Doppel bestreiten könne und in seinem Einzel nach einem Spiel zurückziehen werde. Es stand an diesem Spieltag leider kein „Ergänzungsspieler“ ersatzweise zur Verfügung. Als der gegnerische Mannschaftsführer Andy den Vorschlag machte, man möge sich doch auf ein 3:3 einigen, da dann beide Mannschaften aufgestiegen wären, hätte er sofort eingewilligt, nach kurzer Überlegung wurde dann aber dieser, nicht ganz ernst gemeinte Vorschlag abgelehnt, man wollte doch schließlich spielen und gewinnen. Andy und Achim mussten beginnen, beide hatten es von der Leistungsklasse her mit spielstarken, sogar höher eingestuften Gegnern zu tun, die bisher fast alle ihre Spiele gewonnen hatten. Achim war leider ohne Chance, hatte doch sein Gegner auf alle Schläge eine noch bessere Antwort parat, zudem sehr sicher und mit guten Aufschlägen bewaffnet, kam es leider zu einem schnellen Ende und einer Niederlage für Achim, es war allerdings auch seine erste im Einzel. Sein Gegner hätte sicher auch an vorderen Positionen spielen und mithalten können. Somit 1:0 für die Hildesheimer. Andy hatte es mit einem läuferisch sehr starken und mit recht individueller Aufschlag-Technik ausgestattetem Gegner zu tun, der ihm in fast allen Spielen das Leben schwer machte, dennoch ließ Andy im ersten Satz bei seinem Aufschlag kein Break zu, verwandelte dann auch tatsächlich noch eine von diversen Breakchancen und gewann den ersten Satz, verlor aber gleich zu Anfang des zweiten Satzes leichtfertig sein Aufschlagspiel und rannte lange einigen vergebenen Chancen hinterher, ehe ein Re-Break und ein weiteres Break den verdienten Sieg zum 1:1 Ausgleich brachten. Nun waren Lutz und Ulli an der Reihe,ebenfalls beide gegen höher eingestufte Gegner. Bei Lutz war es ja voraussichtlich nur eine Frage von Minuten, bis er zurückziehen würde, er stellte allerdings fest, dass weder er noch sein Gegner laufen mussten, konnten es beide leider auch nicht, Lutzi wegen seiner Wadenzerrung, sein Gegner wegen zweier Beinoperationen, die nicht lange zurücklagen. So konnte man dann „Stand-Tennis“ auf recht hohem Niveau betrachten, zügig , entweder durch Aufschlag und / oder Return erspielte Punkte brachten Lutzi dann sogar noch den ersten Satz ein, als es bei Ulli auf dem gegenüberliegenden Platz noch eins zu eins im ersten Satz stand. Bei einem ebenfalls recht zügigen 0:4 im zweiten Satz , Andy konnte die Spielstand-Tafeln gar nicht so schnell drehen wie die Seiten gewechselt wurden, wollte Lutz dann aber doch aufgeben um sich für das wichtige Doppel zu schonen, das untersagte ihm Andy aber, er möge sich doch bitte in den Match-Tiebreak schleppen und auf ein wenig Glück hoffen, schließlich ginge es hier um einen wichtigen Punkt zum Aufstieg. Gesagt, getan, zweiter Satz ging dahin, Lutz führte dann im Tiebreak, lag dann wieder zurück, konnte zwei Matchbälle abwehren , war aber dann schließlich doch der knapp Unterlegene. 2:1 für die Hildesheimer. Nun musste und sollte Ulli noch einen Punkt holen, spielte aber gegen einen körperlich sehr robusten, kräftigen und äußerst fitten Gegner, Trainer bei den Hildesheimern, ließ leider am Anfang einige gute Breakchancen aus und hatte nach langem Kampf im ersten Satz doch das Nachsehen. Dann aber steigerte er sich großartig, machte fast keine eigenen Fehler mehr, gewann den zweiten Satz zu Null . Im anschließenden Matchtiebreak knüpfte er sofort an sein starkes Spiel an und führte ganz deutlich, ehe sein Gegner sich einen Punkt nach dem anderen wieder heran kämpfte. Am Ende dann aber doch der verdiente Sieg für Ulli und somit der 2:2 Ausgleich für Buxtehude. Nun ging es an die Doppel, Andy war der Meinung, dass Lutz und er in das zweite Doppel gehen sollten , um sicher den entscheidenden Aufstiegspunkt zu holen, die Mannschaftskollegen waren aber der Ansicht, dass man durchaus beide Doppel gewinnen könne und auch siegen wolle und nicht auf ein Unentschieden gehen müsse. Nun denn , also wurde entschieden : Andy und Lutz im ersten-, Ulli und Achim im zweiten Doppel. Lutz und Andy gingen konzentriert zur Sache, waren ihre Gegner bis dahin doch ungeschlagen und hatten alle Doppel klar gewonnen. Lutzi vergaß ein ums andere Mal seine „Wade“, schraubte sich bei manchen Lobs der Gegner in ungeahnte Höhen ( Andy, der oftmals bereits hinter ihm stand, meinte, dass es zumindest höher als eine „gärende Biotonne im Sommer“ gewesen sei´ ), spielte sagenhafte Returns und Volleys, fast wie in alten Zeiten, Andy sorgte mit knackigen, platzierten Aufschlägen ebenfalls für eine sichere Basis, einige ebenfalls gute Returns und manch „schlawinerter“ Punkt brachten ein Break im ersten und zwei im zweiten Satz, was dann für einen am Ende doch deutlichen und sicheren Sieg und somit für den wichtigen Aufstiegspunkt reichte. Ulli und Achim spielten gegen ebenfalls bis dahin ungeschlagene Gegner, hielten aber sehr gut mit, hatten auch ihre Chancen, die sie dann aber leider nicht nutzten, blieben im ersten Satz aber immer dran, Achim spielte dabei den „Ball des Tages“, sprang dieser doch nach dem Aufprall auf des Gegners Seite sofort und ohne Berührung eines Spielers wieder zurück auf die eigene Seite !!! Nicht oft erlebt in 45 Jahren Punktspielen ! Dennoch reichte es am Ende nicht ganz, der erste Satz ging knapp, der zweite doch recht deutlich verloren, somit schlussendlich doch der 3:3 Endstand, der für beide Teams zum Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse reichen sollte. Grandios und fast sensationell, waren doch beide Mannschaften als Neulinge in diese Nord-Liga gekommen. Ebenso die anschließende beiderseitige Freude. Beide Mannschaften herzten und umarmten sich, feierten zunächst erstmal bei einigen kühlen Getränken, waren es doch auch sehr faire Spiele in außerordentlich freundlicher und trotz aller Anspannung doch lockerer Atmosphäre, ehe es dann nach einiger Zeit unter die Dusche und zum anschließenden, leckeren Essen ging, wobei auch hier von beiden Mannschaften einige „Runden“ geleert wurden. Danach fuhr uns Achim in seiner bekannten, behutsamen und gemütlichen Art wieder zurück nach Buxtehude, wo zumindest Lutz und Andy auf einer Geburtstagsfeier eines weiteren BTC-Mitgliedes noch etwas weiter den nun feststehenden Aufstieg genießen konnten.
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